5 Logotypen: Welcher Stil passt zu dir?

Bevor du mit der Logo-Entwicklung startest, empfehle ich dir den passenden Logotypen auszuwählen. Denn es gibt unzählige Möglichkeiten ein Logo zu gestalten und nicht jede Gestaltungsform passt zu jedem Business.

Zudem erschweren viele Auswahlmöglichkeiten die Entscheidungsfindung und deshalb macht es Sinn, wenn du dich zunächst für einen Logotypen entscheidest.

Danach kannst du dich auf die Visualisierung deines Logos in diesem Teilbereich konzentrieren und die Qual der Wahl fällt nicht mehr ganz so groß aus.

Logos können in fünf grundlegende Charaktere unterteilt werden und jeder Typ hat seine Vor- und Nachteile.

Mit deiner Positionierung im Hinterkopf kannst du anhand der Beschreibung und Pro & Contra-Auflistung schnell herausfinden, welcher Logotyp am besten zu dir und deinem Business passt:

Bei Wortmarken werden die Feinheiten der Typografie genutzt um das Alleinstellungsmerkmal oder die Besonderheit des Unternehmens hervorzuheben. Manchmal werden der Wortmarke auch Details hinzugefügt oder entnommen, um die Essenz der Marke zu kommunizieren. Auch die Farbigkeit kann dem Logo den individuellen Touch verleihen.

Bekannte Wortmarken sind z. B.:  Google, ebay, Coca Cola, Sony, Yahoo!, Walt Disney

Pro

  • Eine Wortmarke passt zu dir, wenn du einen einzigartigen Unternehmensnamen hast, der schnell verstanden wird und sich gut einprägt oder wenn
  • du mit deinem Business startest und dir zunächst einen Namen machen willst.

Contra

  • Du solltest eine Wortmarke ausschließen, wenn dein Markenname sehr lang ist, denn dann funktioniert die Wortmarke schlecht in kleiner Abbildung. In dem Fall könnte man eine Logovariante ins Spiel bringen. Hierbei entnimmt man der Marke meist ein Detail (einen markanten Buchstaben oder ein Symbol), welches nach kurzem Lerneffekt genauso dir zugeordnet wird, aber eben auch in kleiner Abbildung funktioniert. Oder aber du wählst gleich einen anderen Logotypen.

Bildmarke

Eine Bildmarke enthält keinen Text, sondern nur ein Bild oder auch Symbol, dass das Unternehmen repräsentiert.

Bekannte Bildmarken sind z.B.: Nike, Rotes Kreuz, Apple, Twitter

Pro

  • Eine Bildmarke passt zu dir, wenn du international auftreten möchtest, denn ein Symbol kann überall auf der Welt sofort verstanden werden.
  • Oder wenn du über das Symbol eine tiefere Bedeutung vermitteln willst, denn Symbole sind schneller verständlich als Worte.

Contra

  • Du solltest eine Bildmarke ausschließen, wenn du gerade erst mit deinem Business startest. Ein solches Symbol lässt sich erst etablieren, wenn du schon sehr bekannt bist. Denn der Verbraucher muss das Symbol einem Unternehmen zuordnen können.

Wort- & Bildmarke kombiniert

Diese Kombination taucht sehr häufig auf, da sie das Unternehmen sehr eingängig in Bild und Wort repräsentiert. Zudem ist dieser Logotyp sehr flexible, da man Bild- und Wortmarke auch getrennt einsetzen kann.

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Es gibt Symbole, die werden von mehreren Marken genutzt, beispielsweise ein Stern. Die Darstellungsform des Sterns, aber auch die der Wortmarke, helfen in diesen Fällen sich zu differenzieren und eine rechtliche Auseinandersetzung zu vermeiden.

Bekannte Wort- & Bildmarken sind z. B.: Burger King, adidas, Xing, Pelican, Lacoste, Puma, Dove

Pro

  • Eine Wort- & Bildmarke passt zu dir, wenn dein Logo schnell bekannt und verstanden werden soll – es ist also ideal für StartUps.
  • Oder wenn du ein flexibles, vielseitiges Logo brauchst, das in sämtlichen Medien gut funktioniert.

Contra

  • Du solltest eine Wort- & Bildmarke ausschließen, wenn du es unkompliziert magst und dir Einfachheit lieber ist. Denn bei Wort-/Bildmarken gibt es immer wieder Entscheidungen zu treffen: Setzt du nur die Wort- oder die Bildmarke oder die Kombi ein?

Lettermarke

Die Lettermarke besteht meist aus den Initialen des Markennamens oder des Unternehmers. Diese Kurzfassung kann auch zum alternativen Markennamen werden, insbesondere bei langen oder schwer auszusprechenden Namen. Auch die Lettermarke ist sehr flexible, da sie in großer und auch ganz kleiner Abbildung funktioniert und vielseitig einsetzbar ist.

Bekannte Lettermarken sind z.B.: CNN, HBO, Nasa, Chanel

Pro

  • Eine Lettermarke passt zu dir, wenn dein Name sehr lang oder schwierig auszusprechen ist und du zum besseren Verständnis lieber deine Initialen oder die deines Markennamens verwenden möchtest.
  • du dir eine flexible Anwendung wünschst.

Contra

  • Du solltest eine Lettermarke ausschließen, wenn du gerade startest, dein Markenname also noch nicht bekannt ist und du eine abstrakte Darstellung beabsichtigst. In dem Fall sind Lettermarken wahrscheinlich nicht lesbar und schwer verständlich, da sie sich noch keinem Unternehmen zuordnen lassen.

Lettermarke

Emblem

Beim Emblem umschließen die Gestaltungselemente den Markennamen. Text und Illustration sind also eng miteinander verbunden. Damit ein Emblem vielseitig einsetzbar bleibt, muss es mit Bedacht als Logoform gewählt und erarbeitet werden. Dass heißt, die Form muss trotz ihrer Komplexität möglichst simple gestaltet werden. Embleme sind wunderbar geeignet, um eine Story anhand der Illustration zu erzählen. Sie haben oft einen traditionellen Touch und vermitteln Autorität. Deshalb kommen sie oft bei Behörden, Schulen, Wohltätigkeitsorganisationen und Sportteams zum Einsatz.

Bekannte Embleme sind z.B.: Starbucks, Harley Davidson, Harvard, NFL, UPS

Pro

  • Ein Emblem passt zu dir, wenn du anhand der Illustration eine Geschichte erzählen willst.
  • Oder wenn du Tradition und/oder Autorität vermitteln willst.

Contra

  • Ggf. solltest du ein Emblem ausschließen, wenn du dein Logo oft in kleiner Abbildung benötigst. Denn Embleme sind, je nach Umsetzung nur bis zu einer gewissen Größe gut abbildbar.

Emblem

Einen passenden Logotypen auszuwählen fällt gar nicht so schwer, oder?

Wenn du noch unsicher bist, frag dich nochmal in welchen Medien du hauptsächlich kommunizieren wirst und welche Herausforderungen dein zukünftiges Logo meistern muss. Welcher Logotyp liefert unter den Aspekten die besten Möglichkeiten?

Fällt dir die Auswahl dennoch schwer, bist du sicher gut beraten dich an einen Designer zu wenden. Falls du noch keinen Designer deines Vertrauens hast, kannst du dich gerne bei mir melden: sw@goldmarie-grafikdesign.de